Die USA begründen den Angriff auf Venezuela offiziell mit Gründen wie Migration, Drogenbekämpfung und „Narco‑Terrorismus“, während die venezolanische Führung von einem Versuch spricht, Öl‑ und andere Rohstoffe des Landes unter Kontrolle zu bringen und die Regierung zu stürzen.

Offizielle Begründungen der USA

  • Präsident Donald Trump verweist auf massenhafte Migration aus Venezuela und behauptet, Caracas lasse Kriminelle, Bandenmitglieder und Menschen aus Psychiatrien Richtung USA ausreisen, um die innere Sicherheit der Vereinigten Staaten zu gefährden.
  • Washington stellt den Angriff in den Kontext der Drogenbekämpfung und bezeichnet Venezuela als wichtige Transitroute für Kokain und als Teil der Ursachen der US‑Drogenkrise, einschließlich der Fentanyl‑Epidemie.
  • Teile der venezolanischen Machtstrukturen – etwa Kartelle wie „Tren de Aragua“ oder der sogenannte „Cartel de los Soles“ – werden von den USA als Terrororganisationen eingestuft; Trump behauptet, Maduro selbst stehe an deren Spitze.

Militärische Eskalation und Ablauf

  • In den Monaten vor dem Großangriff bauten die USA eine starke Marine‑ und Luftpräsenz in der Karibik auf, unter anderem mit dem Flugzeugträger USS Gerald R. Ford, beschlagnahmten Öltanker und griffen mutmaßliche Drogenboote an, wobei bereits zuvor Menschen getötet wurden.
  • Laut US‑Darstellung handelte es sich um eine kurze, sehr intensive Operation mit Luftschlägen und Spezialkräften, bei der Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau festgesetzt und aus Venezuela ausgeflogen wurden; in Caracas wurden Explosionen, Stromausfälle und Tiefflieger gemeldet.
  • Schon vor dem Großschlag hatten US‑Stellen einen ersten Angriff auf ein Hafenareal bekanntgegeben, das angeblich zum Beladen von Drogenbooten diente, was als Vorstufe der jetzigen Eskalation gilt.

Sicht Venezuelas und Vorwürfe

  • Die venezolanische Regierung spricht von einem „imperialistischen“ Angriff, einem eklatanten Bruch des Völkerrechts und einer Bedrohung für Frieden und Stabilität in der Region.
  • Maduro weist die Drogenvorwürfe zurück und argumentiert, Washington benutze den „Krieg gegen die Drogen“ als Vorwand für einen Regimewechsel und um sich Zugang zu Venezuelas Öl‑ und Energie‑Ressourcen zu sichern.
  • Offizielle Stellungnahmen aus Caracas betonen, die „wahren Gründe“ seien die riesigen Erdöl‑ und Mineralvorkommen, die ausschließlich dem venezolanischen Volk gehörten und die die USA „plündern“ wollten.

Innenpolitische und strategische Motive (Deutung)

  • Beobachter verweisen darauf, dass der Konflikt auf jahrelangen Sanktionen, politischer Konfrontation und dem US‑Vorwurf der Wahlmanipulation und Demokratiedemontage unter Maduro aufbaut.
  • In Analysen und Kommentaren wird spekuliert, der Konflikt diene Trump auch dazu, Stärke nach außen zu demonstrieren, innenpolitische Krisen zu überdecken und Migration sowie „Law‑and‑Order“ im Wahlkampf zu instrumentalisieren.
  • Venezuela und einige internationale Stimmen warnen, der Krieg könne den gesamten lateinamerikanischen Raum destabilisieren und langfristig enorme humanitäre und wirtschaftliche Folgen haben.

TL;DR:
Die USA sagen: Kampf gegen illegale Migration, Drogenkartelle und „Narco‑Terrorismus“ – plus Schutz der nationalen Sicherheit.

Venezuela sagt: klassischer Regimewechsel‑Krieg, bei dem es in Wahrheit um Öl, Ressourcen und geopolitische Kontrolle geht.

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