warum heißt es bescherung

Der Ausdruck „Bescherung“ geht auf ein altes Verb zurück, das „zuteilen, verhängen, geben“ bedeutete, und hat erst später seine enge Verbindung zu Weihnachten bekommen.
Herkunft des Wortes „Bescherung“
Im Mittelhochdeutschen hieß das Verb „beschern“ (mhd. „beschern“) ursprünglich so viel wie „zuteilen“ oder „verhängen“, häufig im religiösen Sinn von von Gott zugeteilten Gaben. Daraus entwickelte sich dann im Neuhochdeutschen das Bescheren im Sinne von „jemandem etwas schenken/geben“, woraus das Substantiv „Bescherung“ gebildet wurde.
Bezug zu Weihnachten
Die heute vertraute weihnachtliche „Bescherung“ ist der Brauch, bei dem an Heiligabend Geschenke verteilt und ausgetauscht werden. Der spezielle Bezug auf das Weihnachtsfest setzte sich ab dem 17.–18. Jahrhundert durch, als man sich vorstellte, dass das Christkind die Gaben den Kindern „zuteilt“.
Redewendungen wie „Schöne Bescherung!“
Aus der ursprünglich feierlichen Geschenkzeremonie entwickelte sich im Alltag die ironische Redewendung „(Na, das ist ja eine schöne) Bescherung!“, die man verwendet, wenn etwas Unerwartetes und Unangenehmes passiert. Sie spielt spöttisch auf die eigentlich freudige Geschenk-Bescherung an, wird aber genutzt, um ein Missgeschick oder eine blöde Lage zu kommentieren.
Kurzantwort für „warum heißt es Bescherung?“
Man sagt „Bescherung“, weil das Wort von „bescheren“ kommt, das früher „zuteilen/verhängen“ bedeutete und später speziell für die vom Christkind zugeteilten Weihnachtsgeschenke verwendet wurde. Aus dieser weihnachtlichen Geschenkzeremonie wurde der feste Begriff „Weihnachtsbescherung“ – und im übertragenen Sinn auch die ironische „schöne Bescherung“ bei unangenehmen Überraschungen.
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