Der „Boxing Day“ heißt so, weil sich der Name von englisch „box“ = Schachtel/Kästchen ableitet und nicht vom Sport Boxen.

Ursprung des Namens

  • Historisch bezieht sich „Boxing Day“ auf Schachteln , in die Geld oder Geschenke gelegt wurden, nicht auf Boxkämpfe.
  • Am 26. Dezember wurden in vielen Kirchen spezielle Almosen‑Kästchen („poor boxes“) geöffnet und deren Inhalt an Bedürftige verteilt.

Tradition mit Dienstboten und Handwerkern

  • Wohlhabende Familien gaben ihren Dienstboten am 26. Dezember frei und überreichten ihnen eine „Christmas box“ mit Geld, Essen oder kleinen Geschenken.
  • Auch Handwerker und andere Dienstleister bekamen an diesem Tag als Dank für ihre Arbeit im Jahr eine solche Geschenke‑Box.

Stephanustag und christlicher Kontext

  • Der 26. Dezember ist in vielen Kirchen der Stephanustag, der mit Nächstenliebe und Hilfe für Arme verknüpft ist.
  • Die Verbindung von Almosen‑Bräuchen, Geschenkboxen für Dienstboten und diesem kirchlichen Gedenktag hat sich sprachlich im Begriff „Boxing Day“ niedergeschlagen.

Moderne Bedeutung und heutiger Gebrauch

  • Heute ist der Boxing Day vor allem als zweiter Weihnachtsfeiertag mit Familienzeit, Sportevents (z.B. Fußball) und großen Winterschlussverkäufen bekannt.
  • Auch wenn die exakte Entstehung des Namens nicht zu 100% geklärt ist, sind sich Historiker einig, dass es um Geschenk‑ und Almosen‑Schachteln geht – nicht um Fäuste.

Kurz gesagt: „Boxing Day“ = der Tag der Geschenk‑ und Almosenboxen, nicht der Boxring.