warum wäscht man zwischen den jahren keine wäsche

Zwischen den Jahren wäscht man „traditionell“ keine Wäsche, weil ein alter Aberglaube aus den Rauhnächten warnt, dass aufgehängte Wäsche Geister anzieht und Unglück oder sogar Tod für Familienmitglieder bringen könne.
Ursprung des Brauchs
- Der Brauch hängt mit den Rauhnächten zusammen, also den mystischen Nächten etwa zwischen 25. Dezember und 6. Januar, in denen die Grenze zum Geisterreich als besonders durchlässig galt.
- In Volksvorstellungen ziehen in dieser Zeit Geister oder die „Wilde Jagd“ über den Himmel; man sollte deshalb möglichst wenig „Unruhe“ im Haus stiften und auf bestimmte Arbeiten verzichten.
Warum genau keine Wäsche?
- Vor allem das Aufhängen von Wäsche gilt im Aberglauben als problematisch, nicht das Waschen selbst.
- Weiße Laken oder Hemden sollen von Geistern gestohlen und im kommenden Jahr als Leichentücher für die Person benutzt werden, die die Wäsche gewaschen oder aufgehängt hat – daher die Angst vor Tod im Familienkreis.
Praktische und symbolische Gründe
- Die Zeit zwischen Weihnachten und Heiligdreikönig war früher eine Phase der Ruhe und Besinnung , in der schwere oder laute Arbeiten (Spinnen, Waschen, Feldarbeit) ruhen sollten.
- Manche deuten den Brauch heute eher modern: Man gönnt sich bewusst Hausarbeits-Pause, verbringt Zeit mit Familie und startet mit weniger Stress ins neue Jahr.
Gilt das heute noch?
- Aus rationaler Sicht spricht natürlich nichts dagegen, zwischen den Jahren Wäsche zu waschen; es handelt sich eindeutig um Aberglaube und nicht um eine religiöse Vorschrift.
- Viele Menschen halten den Brauch trotzdem aus Tradition oder aus sentimentalen Gründen ein – andere ignorieren ihn komplett und nutzen die freien Tage genau für liegengebliebene Hausarbeit.
TL;DR: Man wäscht „zwischen den Jahren“ der Überlieferung nach keine Wäsche, weil in den Rauhnächten Geister unterwegs sein sollen, die aufgehängte (weiße) Wäsche als Leichentuch für ein Familienmitglied verwenden – ein reiner Aberglaube mit historischem Hintergrund, den heute jede Familie nach eigenem Gefühl beachtet oder nicht.
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