Am Aschermittwoch isst man traditionell einfache, eher „schlichte“ Fastenspeisen – vor allem Fischgerichte (z.B. Hering) sowie vegetarische Gerichte ohne Fleisch.

Kurze Antwort: Was isst man am Aschermittwoch?

Typisch sind:

  • Fisch (sehr häufig Hering: Matjes, Heringssalat, Brathering).
  • Kartoffeln, Gemüse, Salat als Beilage.
  • Andere fleischlose Speisen wie Getreideprodukte, Eiergerichte, Suppen.

Hintergrund: In der katholischen Kirche ist Aschermittwoch ein strenger Fast- und Abstinenztag – Fleisch wird traditionell gemieden, Fisch ist dagegen erlaubt.

Warum (religiöser Hintergrund)

  • Aschermittwoch markiert den Beginn der Fastenzeit (Passionszeit) vor Ostern.
  • Er ist ein Tag der Umkehr und Besinnung, daher isst man bewusst schlicht und verzichtet auf „üppige“ Fleischgerichte.
  • Das bekannte Aschenkreuz auf der Stirn erinnert an Vergänglichkeit und ruft zur inneren Erneuerung auf.

Bildlich gesagt: Nach den oft sehr üppigen Karnevalstagen „tritt man auf die Bremse“ – und das zeigt sich auch beim Essen.

Typische Gerichte am Aschermittwoch

1. Klassiker mit Fisch

  • Heringssalat (oft mit Kartoffeln, Apfel, Zwiebel, Gurke, Sauerrahm oder Mayonnaise).
  • Matjesfilet mit Pellkartoffeln.
  • Rollmops oder Bismarckhering mit Brot.
  • Gebratener oder eingelegter Hering mit Zwiebeln.

2. Vegetarische Fastenspeisen

  • Kartoffelgerichte (z.B. Salzkartoffeln, Kartoffelsuppe, Kartoffelauflauf).
  • Gemüseeintopf oder Linsensuppe ohne Fleisch.
  • Einfache Nudelgerichte ohne Fleisch (z.B. mit Tomatensauce oder Gemüse).
  • Eiergerichte (Ei ist als Fastenspeise erlaubt).

Mini-„Trendblick“ 2020er: moderne Varianten

Auch wenn die Wurzel religiös ist, interpretieren viele den Tag heute moderner:

  • Vegane Fisch-Alternativen (z.B. „Hering“ auf Basis von Aubergine, Tofu, Jackfruit) als bewusster, nachhaltiger Twist auf den Heringsschmaus.
  • Regionale Süßwasserfische statt Hering, z.B. Forelle oder Saibling, weil sie lokal und oft nachhaltiger sind.
  • „Bewusst essen“ wird breiter verstanden: weniger Fleisch, mehr Gemüse, klimafreundliche Küche in der ganzen Fastenzeit.

Wenn du dich an der Tradition orientieren willst

Du liegst im klassischen Rahmen, wenn du:

  1. Auf Fleisch verzichtest (kein Schwein, Rind, Geflügel).
  1. Fisch oder ein vegetarisches Gericht als Hauptspeise nimmst.
  1. Insgesamt eher einfach und nicht luxuriös isst (Fastengedanke).

Ein typisches Menü könnte z.B. sein:

  • Vorspeise: Klare Gemüsesuppe.
  • Hauptgericht: Matjes mit Pellkartoffeln und Zwiebeln oder ein kräftiger Gemüseeintopf ohne Fleisch.
  • Dessert: Eher schlicht oder ganz weglassen, um den Fastencharakter zu wahren.

Kurz-TL;DR:
Am Aschermittwoch isst man traditionell kein Fleisch, sondern vor allem Fisch (oft Hering) sowie einfache Gemüse-, Kartoffel- und Getreidegerichte als Ausdruck von Fasten und Besinnung.

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