ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) ist eine schwere, unheilbare Erkrankung des Nervensystems, bei der nach und nach die motorischen Nervenzellen zugrunde gehen, die für willkürliche Muskelbewegungen zuständig sind.

Was ist die Krankheit ALS?

  • Langname: Amyotrophe Lateralsklerose (kurz: ALS).
  • Betroffene Zellen: Motoneuronen im Gehirn und Rückenmark, also die Nervenzellen, die Muskelbewegungen steuern.
  • Folge: Zunehmende Muskelschwäche, Muskelschwund und Lähmungen am ganzen Körper.
  • Verlauf: Chronisch und fortschreitend; die Erkrankung verschlechtert sich im Laufe der Zeit.
  • Heilung: Nach aktuellem Stand nicht heilbar, es gibt aber Therapien, die Verlauf etwas verlangsamen und die Lebensqualität verbessern können.

Typische Symptome

  • Anfangs oft Muskelschwäche in Händen, Armen oder Beinen.
  • Feinmotorik-Probleme , Stolpern, Gegenstände fallen lassen.
  • Muskelzuckungen (Faszikulationen) und Muskelkrämpfe.
  • Später Schwierigkeiten beim Sprechen, Schlucken und Atmen.

Ein wichtiges Merkmal: Die Bewusstseins- und Sinnesfunktionen bleiben meist erhalten , viele Betroffene sind geistig klar, während der Körper immer schwächer wird.

Ursachen und Risikofaktoren (vereinfacht)

  • In den meisten Fällen ist die Ursache unklar (sporadische ALS).
  • Ein kleiner Teil der Fälle ist erblich bedingt (familiäre ALS, bestimmte Genmutationen).
  • Vermutet wird eine Mischung aus genetischen und Umweltfaktoren , die das Nervensystem schädigen.

Verlauf und Prognose

  • ALS verläuft bei den meisten Patientinnen und Patienten innerhalb von wenigen Jahren nach Diagnose deutlich fortschreitend.
  • Der Verlauf ist aber individuell sehr unterschiedlich; es gibt schneller und langsamer verlaufende Formen.
  • Medizinische und pflegerische Unterstützung, Hilfsmittel und Palliativversorgung stehen im Vordergrund, um Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.

Kurzantwort auf deine Frage

Wenn du „was ist die Krankheit ALS?“ meinst:
ALS ist eine fortschreitende, unheilbare Erkrankung der motorischen Nervenzellen, die zu zunehmender Muskelschwäche, Lähmung und schließlich auch zu Problemen beim Atmen führt.

Hinweis: Wenn es um konkrete Beschwerden bei dir oder einer nahestehenden Person geht, ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung (Hausarzt, Neurologe, Notdienst bei akuter Atemnot oder plötzlichen Lähmungen) sehr wichtig.