Eine Lungenfibrose ist eine chronische Erkrankung der Lunge, bei der sich das feine Lungengewebe nach und nach in narbiges, verhärtetes Bindegewebe umwandelt und dadurch die Atmung immer stärker einschränkt.

Was ist eine Lungenfibrose?

  • Unter „Fibrose“ versteht man eine krankhafte Vermehrung von Bindegewebe in einem Organ, hier speziell in der Lunge.
  • Zwischen den Lungenbläschen (Alveolen) und den Blutgefäßen lagert sich zunehmend Bindegewebe ab, das Gewebe verhärtet und vernarbt, die Lunge wird weniger dehnbar.
  • Dadurch verringert sich das nutzbare Lungenvolumen, und der Gasaustausch (Sauerstoff ins Blut, Kohlendioxid aus dem Blut) ist gestört.

Typische Symptome

  • Anfangs belastungsabhängige, später oft schon in Ruhe auftretende Atemnot (Luftknappheit).
  • Trockener, anhaltender Reizhusten ohne viel Auswurf.
  • Häufig Müdigkeit, eingeschränkte Belastbarkeit, Gewichtsverlust und manchmal Trommelschlägelfinger (verdickte Fingerendglieder) bei länger bestehender Erkrankung.

Ursachen und Formen

  • „Lungenfibrose“ ist ein Sammelbegriff für mehr als 200 verschiedene Lungenerkrankungen, die alle mit einer Vernarbung des Lungenbindegewebes einhergehen.
  • Es gibt Formen mit bekannter Ursache, etwa durch manche Medikamente, eingeatmete Schadstoffe (z.B. Asbest, Quarzstaub) oder bestimmte Autoimmunerkrankungen.
  • Bei der idiopathischen Lungenfibrose (IPF) ist die Ursache unbekannt; diese Form verläuft meist besonders aggressiv und schreitet häufig fort.

Folgen für den Alltag

  • Durch die verhärtete, unelastische Lunge gelangt weniger Sauerstoff ins Blut; Betroffene geraten schon bei kleinen Anstrengungen außer Atem und müssen Alltagstätigkeiten oft anpassen.
  • Mit Fortschreiten der Erkrankung kann es zu einem dauerhaften Sauerstoffmangel kommen, der Organe belastet und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigt.

Behandlung in Kurzform

  • Die Vernarbung selbst lässt sich in der Regel nicht rückgängig machen, aber der Verlauf kann je nach Form mit Medikamenten (z.B. antifibrotischen Therapien), Sauerstoffgabe und Atemphysiotherapie verlangsamt werden.
  • Wichtig sind eine genaue Diagnostik in einer spezialisierten Lungenpraxis oder Klinik, das Meiden auslösender Stoffe und eine frühzeitige Therapie, um möglichst viel Lungenfunktion zu erhalten.

TL;DR: Lungenfibrose bedeutet, dass gesundes Lungengewebe durch narbiges, hartes Bindegewebe ersetzt wird, wodurch die Lunge steif wird, weniger Sauerstoff aufnehmen kann und es zu zunehmender Atemnot und Leistungsabnahme kommt.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung; bei Verdacht auf Lungenfibrose sollte immer eine Lungenfachärztin oder ein Lungenfacharzt aufgesucht werden.