Eine Rauschbeere ist eine wilde Beerenpflanze aus der Heidelbeer‑Verwandtschaft, botanisch meist als Vaccinium uliginosum (Moor- oder Sumpfheidelbeere) bezeichnet. Sie wächst vor allem in kühlen Moor- und Gebirgsgebieten und trägt blau bereifte Beeren, die der Blaubeere ähnlich sehen, aber helles Fruchtfleisch haben.

Was ist eine Rauschbeere?

  • Die Rauschbeere ist ein sommergrüner Zwergstrauch aus der Familie der Heidekrautgewächse und wird etwa 20–60 cm hoch.
  • Sie trägt kleine, eiförmige Blätter und im Spätsommer blau bereifte Beeren, die außen wie Heidelbeeren wirken, innen aber nicht dunkel färben.

Namen und Herkunft

  • Gebräuchliche deutsche Namen sind unter anderem Gewöhnliche Rauschbeere, Trunkelbeere, Moorbeere und Nebelbeere.
  • Der Name „Rauschbeere“ wird volksetymologisch oft mit einem angeblichen Rausch in Verbindung gebracht, ist sprachgeschichtlich aber eher von „rusch“ (Binse, nasser Standort) abgeleitet.

Vorkommen und Lebensraum

  • Die Pflanze bevorzugt kühle, feuchte Standorte wie Hoch- und Waldmoore mit torfigen Böden.
  • In Europa kommt sie vor allem in Skandinavien und in Gebirgsregionen (Alpen, Mittelgebirge) vor, wo sie teils die Blaubeere verdrängen kann.

Beeren, Wirkung und Sicherheit

  • Die Beeren sind essbar und wurden traditionell unter anderem zu Marmelade oder Wein verarbeitet.
  • Es gibt Berichte über Vergiftungserscheinungen wie Schwindel, Erbrechen und rauschartige Erregung nach hohem Verzehr, die genaue Ursache (eventuell Begleitorganismen oder Inhaltsstoffe) ist jedoch nicht eindeutig geklärt, weshalb Zurückhaltung und sichere Bestimmung wichtig sind.

Abgrenzung zur Heidelbeere

  • Im Unterschied zur bekannten Waldheidelbeere hat die Rauschbeere helles Fruchtfleisch und hellen Saft statt einer stark violetten Färbung.
  • Ihre Zweige sind rund und nicht kantig-flügelig wie bei der Heidelbeere, was bei der Bestimmung in Moorgebieten hilft.


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