Jikji ist ein Buddhistentext aus Korea und gilt als das älteste erhaltene Buch der Welt, das mit beweglichen Metalllettern gedruckt wurde.

Was Jikji genau ist

  • Voller Titel (abgekürzt „Jikji“): Eine Anthologie von Zen‑Lehren großer buddhistischer Mönche, zusammengestellt, um die Praxis des Seon/Zen‑Buddhismus zu vermitteln.
  • Inhalt: Lehrreden, Sprüche, Hymnen und Texte früher Buddhas, indischer Patriarchen sowie chinesischer und koreanischer Mönche.

Historischer Hintergrund

  • Entstehung: Gedruckt im Jahr 1377 während der Goryeo‑Dynastie im Heungdeok‑Tempel in Cheongju (heutiges Korea).
  • Bedeutung: Das Werk entstand 78 Jahre vor Gutenbergs Bibeldruck und zeigt, dass bewegliche Metalltype in Korea deutlich früher entwickelt und genutzt wurde.

Kulturelle und weltweite Bedeutung

  • UNESCO‑Status: Jikji wurde 2001 von der UNESCO offiziell als ältestes Buch mit beweglicher Metalltype anerkannt und in das Programm „Memory of the World“ aufgenommen.
  • Wirkung: Die Anerkennung zwang Historiker, die Geschichte des Buchdrucks neu zu betrachten und stärker zu berücksichtigen, dass innovative Drucktechniken früh in Ostasien – insbesondere in Korea – existierten.

Was heute von Jikji übrig ist

  • Erhaltungszustand: Nur der zweite Band (letzter Teil) der Metallausgabe ist erhalten.
  • Aufbewahrungsort: Dieses Fragment befindet sich heute in der Nationalbibliothek von Frankreich.

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