was ist lepra

Lepra ist eine chronische bakterielle Infektionskrankheit, die vor allem Haut und Nerven befällt und heute mit Medikamenten gut heilbar ist.
Was ist Lepra genau?
- Lepra (auch Hansen-Krankheit/Aussatz) wird durch die Bakterien Mycobacterium leprae oder Mycobacterium lepromatosis verursacht.
- Die Krankheit entwickelt sich sehr langsam, oft erst Jahre nach der Ansteckung, weil die Bakterien sich nur extrem langsam vermehren.
Symptome und Folgen
- Typisch sind helle oder rötlich-braune Hautflecken, Knoten oder verdickte Hautstellen, bei denen das Gefühl für Schmerz, Wärme oder Berührung vermindert ist.
- Die Bakterien können periphere Nerven schädigen, was zu Taubheitsgefühlen, Muskelschwäche, Verletzungen ohne Schmerzempfinden und später zu Deformierungen an Händen, Füßen oder im Gesicht führen kann.
Ansteckung und Verbreitung
- Übertragen wird Lepra vor allem über Tröpfcheninfektion aus Mund und Nase bei langfristigem, engen Kontakt mit einer unbehandelten erkrankten Person.
- Die Krankheit kommt heute vor allem in Teilen von Südostasien, Indien, Afrika und Südamerika vor; in Europa sind neue Fälle sehr selten und meist eingeschleppt.
Behandlung und Heilung
- Lepra ist heilbar: Die Standardtherapie ist eine sogenannte Mehrfachantibiotika-Therapie (Multidrug Therapy, MDT), die über viele Monate eingenommen wird.
- Wer frühzeitig behandelt wird, ist meist nach kurzer Zeit nicht mehr ansteckend, und schwere Nervenschäden oder Entstellungen können dadurch in vielen Fällen verhindert werden.
Stigma und heutige Bedeutung
- Trotz guter Behandlungsmöglichkeiten ist Lepra in vielen Ländern weiterhin mit starkem sozialen Stigma und Ausgrenzung verbunden.
- Internationale Programme und Kampagnen (z.B. zum World Leprosy Day) setzen sich dafür ein, die Krankheit zu besiegen und Vorurteile abzubauen.
Kurz-TL;DR: Lepra ist eine seltene, heute gut behandelbare Infektionskrankheit, die langsam verläuft, Nerven und Haut schädigt, aber bei früher Therapie heilbar und kaum noch ein Risiko in Europa ist.