was ist schwindsucht

Schwindsucht ist eine historische Bezeichnung für die Erkrankung Tuberkulose , meist in Form einer Lungentuberkulose.
Kurze Definition
- „Schwindsucht“ nannte man früher vor allem die Lungentuberkulose, eine ansteckende bakterielle Infektionskrankheit.
- Der Name kommt vom „Schwinden“ des Körpers, weil die Betroffenen stark an Gewicht und Kraft verlieren.
Medizinischer Hintergrund
- Tuberkulose wird durch Mykobakterien (meist Mycobacterium tuberculosis) verursacht, die in erster Linie die Lunge befallen, aber auch andere Organe angreifen können.
- Die Krankheit zählt zu den klassischen „Seuchen“ der Vergangenheit, ist aber weltweit weiterhin verbreitet und wird im Deutschen in medizinischem Kontext heute fast nur noch „Tuberkulose“ genannt.
Typische Beschwerden
- Häufige Symptome sind anhaltender Husten, leichtes Fieber, Nachtschweiß, Erschöpfung und deutlicher Gewichtsverlust – diese starke Abmagerung prägte den Begriff Schwindsucht.
- Unbehandelt kann es zu schweren Lungenschäden, Atemnot und in historischen Zeiten oft zum Tod kommen, weshalb die Krankheit früher große Angst auslöste.
Ansteckung und Behandlung heute
- Die Ansteckung erfolgt meist über die Luft durch Tröpfchen, wenn eine erkrankte Person hustet oder niest.
- Heutzutage ist Schwindsucht (Tuberkulose) in den meisten Fällen mit einer mehrmonatigen, genau einzuhaltenden Antibiotikatherapie gut behandelbar, auch wenn resistente Erreger die Behandlung erschweren können.
Sprachgebrauch und Übertragene Bedeutung
- Im heutigen Deutsch wirkt „Schwindsucht“ veraltet und literarisch; in Texten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts findet man den Begriff häufig.
- Figurativ sagt man etwa „Mein Geldbeutel hat die Schwindsucht“, wenn etwas ständig weniger wird – also umgangssprachlich für „es schrumpft immer weiter“.
Information gathered from public forums or data available on the internet and portrayed here.