Der sogenannte Kartoffel‑Radius legt fest, ab welcher Größe ein Himmelskörper nicht mehr „kartoffelförmig“ knubbelig ist, sondern durch seine eigene Schwerkraft annähernd rund wird.

Kurz erklärt

  • Der Kartoffel‑Radius ist der Grenz‑Radius, bei dem die Eigengravitation eines Asteroiden oder kleinen Körpers stark genug ist, sein Material plastisch „fließen“ zu lassen und Hügel/Täler so weit einzuebnen, dass der Körper in hydrostatischem Gleichgewicht annähernd kugelig wird.
  • Unterhalb dieses Radius: der Körper sieht unregelmäßig aus wie eine Kartoffel.
  • Oberhalb dieses Radius: er wird deutlich runder, ähnlich einer kleinen Kugel oder einem Zwergplaneten.

Wozu dient der Kartoffel‑Radius?

  • Er liefert eine praktische Grenze zwischen „kleinen, unregelmäßigen Kleinkörpern“ und größeren, eher kugelförmigen Objekten im Sonnensystem.
  • In der Fachdiskussion wird er benutzt, um zwischen Zwergplaneten (annähernd rund) und „small Solar System bodies“ (kleine, unförmige Brocken) zu unterscheiden.
  • Er ist damit ein Kriterium dafür, wann ein Objekt als „großer, in sich gerundeter Himmelskörper“ betrachtet werden kann, statt nur als lose Kartoffel im All.

Wer hat den Begriff geprägt?

  • Der Begriff wurde von den Forschern Charles Lineweaver und Marc Norman eingeführt, die eine objektive Grenze zwischen kartoffelförmigen und kugelförmigen Himmelskörpern vorschlugen.

Kurz‑Fazit:
Der Kartoffel‑Radius legt fest, ab welcher Größe die Schwerkraft eines Asteroiden oder ähnlichen Körpers ihn von einer knubbeligen Kartoffel‑Form in eine annähernd runde Gestalt „zieht“ und so die Grenze zu größeren, runderen Himmelskörpern markiert.

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