Phloeme sind spezielle Leitgewebe in Pflanzen, die vor allem Zucker und andere organische Nährstoffe von den Blättern in alle übrigen Pflanzenteile transportieren. Sie bilden zusammen mit dem Xylem das Leitbündel-System der Gefäßpflanzen.

Definition und Grundfunktion

  • Phloem ist der Teil des pflanzlichen Leitgewebes, in dem der sogenannte Assimilattransport (v. a. Zucker) stattfindet.
  • Es bringt die bei der Photosynthese in den Blättern gebildeten Stoffe zu wachsenden Organen, Speicherorganen (z. B. Wurzeln, Knollen) und anderen Verbrauchsorten.

Aufbau des Phloems

  • Phloem besteht aus längs angeordneten lebenden Zellen, vor allem Siebröhren und dazugehörigen Geleitzellen.
  • Zusätzlich kommen Phloemparenchym (Speicher- und Stoffwechselzellen) und oft faserige Stützzellen (Bastfasern) vor.

Transporteigenschaften

  • Im Phloem fließen gelöste Zucker (z. B. Saccharose), Aminosäuren und andere organische Verbindungen als „Pflanzensaft“ (Siebröhrensaft).
  • Der Transport kann sowohl von oben nach unten als auch von unten nach oben erfolgen, je nach Bedarf der Pflanze (bidirektionaler Transport).

Phloem vs. Xylem (kurz)

  • Xylem: Transport von Wasser und Mineralstoffen überwiegend von den Wurzeln nach oben.
  • Phloem: Transport von organischen Nährstoffen aus den Blättern in alle verbrauchenden oder speichernden Pflanzenteile.

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