wie beeinflussen die besen die bahn des steins beim olympischen curling?

Beim olympischen Curling verändern die Besen die Bahn des Steins, indem sie die Reibung auf dem Eis gezielt verringern und so sowohl die Weite als auch die Krümmung (Curl) steuern.
Kurz erklärt
- Durch schnelles, kräftiges Wischen erwärmt sich die Oberfläche der kleinen Eisnoppen („Pebble“) leicht, es entsteht ein hauchdünner Wasserfilm.
- Dieser Film wirkt wie ein Schmiermittel: Der Stein gleitet weiter und bleibt länger gerader, anstatt frühzeitig zur Seite zu „curlen“.
- Auf Top-Niveau kann durch „gerichtetes Wischen“ auf einer Seite der Bahn der Curl etwas verstärkt oder abgeschwächt werden, um die Endposition feiner zu steuern.
Was genau bewirken die Besen?
1. Mehr Distanz („den Stein strecken“)
- Wischen reduziert die Reibung, sodass der Stein deutlich weiter rutscht, oft mehrere Meter mehr als ohne Wischen.
- Das Team kann damit einen zu langsam gespielten Stein noch „retten“, damit er überhaupt bis ins Haus kommt.
2. Weniger Curl – also geradere Linie
- Ohne Wischen beginnt der Stein wegen seiner Rotation am Ende der Bahn stärker zur Seite zu ziehen (zu „curlen“).
- Durch Wischen verringert man diesen Effekt: Der Stein bleibt länger auf einer geraderen Linie, was wichtig ist, um durch enge Lücken zwischen gegnerischen Steinen zu spielen.
3. Leichte Richtungsänderung (Directional Sweeping)
- Auf höchstem Niveau wischen Spieler manchmal stärker nur auf einer Seite der Laufbahn des Steins („directional sweeping“).
- Das kann den natürlichen Curl etwas verstärken oder etwas „ausbügeln“, ohne den Stein direkt zu berühren – so „lenkt“ man seine Endbahn minimal.
4. Saubere Bahn statt Zufalls-Bouncer
- Besen entfernen zudem kleine Schmutzpartikel, Haare oder Frost vom Eis.
- So verhindert man, dass der Stein plötzlich „pickt“, also unerwartet abbremst oder wegspringt, weil er über ein Staubkorn rollt.
Warum das bei Olympia so wichtig ist
- Auf olympischem Niveau entscheiden Zentimeter über Punkt oder Fehlwurf; deshalb ist das Zusammenspiel aus Wurf und Wischen zentraler Teil der Taktik.
- Teams nutzen die Besen sowohl offensiv (eigene Steine präzise platzieren, Steine „strecken“) als auch defensiv (gegnerische Steine umlaufen, Guards genau legen).
Bildlich: Der Spieler, der den Stein abgibt, legt die grobe Route fest – die Kehrrer mit ihren Besen „feintunen“ Tempo und Kurve, damit der Stein genau dort liegen bleibt, wo der Skip es zeigt.
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Erfahre in diesem Beitrag leicht verständlich, wie die Besen die Bahn des
Steins beim olympischen Curling beeinflussen: weniger Reibung, mehr Distanz,
kontrollierter Curl und präzise Richtungssteuerung.
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