Ein Oktopus wird oft so beschrieben, als hätte er neun Gehirne: ein zentrales Gehirn im Kopf und acht „Mini-Gehirne“ (Ganglien) in den Armen.

Zentrale Antwort

  • Ein Oktopus hat ein großes zentrales Gehirn in der Kopfregion, donut-förmig um die Speiseröhre herum.
  • Zusätzlich besitzt jeder der acht Arme ein eigenes Nervenknoten‑Zentrum (Ganglion), das wie ein kleines Gehirn funktioniert.
  • Darum spricht man populär davon, dass ein Oktopus „neun Gehirne“ hat: 1 zentrales + 8 Arm‑Ganglien.

Wie „denken“ die Arme?

  • Rund zwei Drittel der etwa 500 Millionen Nervenzellen eines Oktopus sitzen in den Armen, nicht im Kopf.
  • Jeder Arm kann Bewegungen, Greifen und Tasten halb‑autonom steuern, ohne dass das zentrale Gehirn jeden einzelnen Schritt vorgeben muss.

Warum ist das praktisch?

  • Die verteilte Steuerung macht Oktopusse extrem flexibel: Arme können gleichzeitig unterschiedliche Aufgaben erledigen, zum Beispiel greifen, tasten und sich abstützen.
  • Das zentrale Gehirn entscheidet eher über „Ziele“ (z.B. Nahrung suchen), während die Arme viele Details selbst organisieren – wie ein Chef mit acht sehr schlauen Assistenten.

Kurz gesagt: Biologisch ist es ein Nervensystem mit einem großen Gehirn und acht sehr leistungsfähigen Nervenknoten – umgangssprachlich werden daraus „neun Gehirne“.