Am Aschermittwoch essen Christ:innen traditionell kein Fleisch, weil dieser Tag den Beginn der Fastenzeit markiert und als besonderer Buß- und Fasttag gilt.

Kurz erklärt: Warum kein Fleisch?

  • Aschermittwoch ist der Start der 40‑tägigen Fastenzeit vor Ostern (ohne Sonntage gerechnet). An diesem Tag sollen Gläubige Verzicht üben und ihr Leben bewusst „bescheidener“ gestalten.
  • In der katholischen Tradition ist Aschermittwoch ein sogenannter Fast- und Abstinenztag:
    • nur eine „richtige“ Hauptmahlzeit, dazu evtl. zwei kleinere Stärkungen
    • Verzicht auf Fleisch von warmblütigen Tieren (Rind, Schwein, Geflügel usw.).
  • Fleisch galt früher als Fest- und Luxusessen; darauf zu verzichten war ein spürbares Opfer und Zeichen der Umkehr und Buße.

Warum ist Fisch erlaubt?

  • Fisch zählt nach kirchlicher Tradition nicht als „Fleisch“ im Sinne des Fastengebots, weil es nicht von warmblütigen Tieren stammt.
  • Außerdem hat der Fisch eine lange Symbolik im Christentum: In den ersten Jahrhunderten war das Fischzeichen ein geheimes Erkennungszeichen der Christ:innen.
  • Deshalb hat sich der Brauch entwickelt, am Aschermittwoch Fischgerichte zu essen (Heringsessen, Fischbuffet usw.).

Was gilt heute konkret?

  • Die Pflicht zum Fasten und zur Fleischabstinenz betrifft in der katholischen Kirche vor allem Gläubige von etwa 18 bis 60 Jahren, mit Ausnahmen für Kranke, Alte, Kinder und körperlich schwer Arbeitende.
  • Viele Christ:innen (auch evangelische) nutzen die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern heute breiter:
    • weniger oder kein Fleisch
    • Verzicht auf Alkohol, Süßigkeiten, Zigaretten, Social Media oder andere Gewohnheiten.
  • In vielen Ländern ist das Fleischverbot eher eine Empfehlung und ein traditioneller Brauch als eine streng kontrollierte Regel; jede und jeder kann entscheiden, ob und wie er mitmacht.

Noch ein Blick auf die „größeren“ Gründe

Viele kirchliche Stimmen knüpfen den Verzicht am Aschermittwoch inzwischen auch an aktuelle Themen :

  • Mitleiden mit Christus und bewusste Vorbereitung auf Ostern (klassische theologische Begründung).
  • Rückbesinnung auf Einfachheit, Achtsamkeit und Spiritualität in einer Überflussgesellschaft.
  • Umwelt‑ und Klimaschutz: Weniger Fleischkonsum ist besser für Klima, Böden und Luft; das wird gerade rund um Aschermittwoch immer wieder betont.

Kurz gesagt: „Aschermittwoch – warum kein Fleisch?“
Weil der Tag als Start der Fastenzeit ein Zeichen für Verzicht, Umkehr und bewusstes Leben setzen soll – traditionell durch Fleischverzicht, oft ergänzt durch andere Formen von Fasten.

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