fasching warum

Fasching wird gefeiert, weil sich in diesem Fest sehr alte Bräuche (Winter vertreiben), christliche Tradition (Vorbereitung auf die Fastenzeit) und einfach Lust auf ausgelassenes Feiern vor der „ernsten“ Zeit mischen.
Kurz erklärt: Warum gibt es Fasching?
- Ursprünglich diente Fasching dazu, den Winter und „böse Geister“ zu vertreiben und den Frühling herbeizulocken.
- Später wurde es zu einem kirchlich geprägten Fest direkt vor der Fastenzeit (Fastnacht = Nacht vor dem Fasten).
- Heute ist es vor allem eine Zeit zum Verkleiden, Spaßhaben, für Satire und für ein bisschen „Ausnahmezustand“ im Alltag.
Historische Wurzeln
Schon in vorchristlicher Zeit gab es im Spätwinter Feste, bei denen man mit Masken, Lärm und wilden Gestalten den Winter symbolisch verjagen wollte. Menschen zogen als „Dämonen“, Hexen oder Teufel durch die Straßen, machten Krach mit Glocken und Trommeln und feierten den kommenden Frühling. Dahinter stand die Hoffnung auf ein gutes neues Jahr und eine reiche Ernte.
Mit dem Christentum verschmolzen diese Bräuche mit der Vorbereitung auf die Fastenzeit vor Ostern. Aus der „Fastnacht“ – der Nacht vor Beginn des Fastens – entwickelte sich eine ganze ausgelassene Festzeit.
Religiöser Hintergrund
Fasching liegt vor der 40‑tägigen Fastenzeit, in der früher streng gefastet und auf Fleisch, Feiern und Genuss verzichtet wurde.
Darum:
- Noch einmal reichlich essen, trinken und genießen.
- Noch einmal tanzen, lachen und feiern, bevor es „ernst“ wird.
Der Name „Fasching“ hängt sprachlich mit „Fasten“ zusammen (u. a. aus dem mittelhochdeutschen „vaschanc“ / „Fastnacht“ – Nacht vor dem Fasten).
Warum heute noch? (Heutige Bedeutung)
Auch wenn heute viele den religiösen Hintergrund kaum noch bewusst wahrnehmen, hat Fasching mehrere Funktionen:
- Ausbruch aus dem Alltag : Man darf sich anders kleiden, anders benehmen, Rollen tauschen.
- Ventil für Kritik: In Büttenreden, Umzügen und Satirewagen wird Politik und Gesellschaft auf die Schippe genommen.
- Gemeinschaftsgefühl: Vereine, Städte und Dörfer organisieren Umzüge, Bälle und Feiern, die die Gemeinschaft stärken.
- Wirtschaft und Tourismus: Gerade große Karnevalsstädte und Regionen leben wirtschaftlich auch von dieser „fünften Jahreszeit“.
In Städten wie Köln heißt es Karneval, am Rhein auch „Fastnacht“, in Bayern und Österreich eher „Fasching“ – gemeint ist aber derselbe Grundgedanke: eine ausgelassene Vorfastenzeit.
Typische Elemente – und was dahinter steckt
- Verkleidungen und Masken: Ursprung in den alten Geister- und Winterbräuchen, heute Symbol für Rollenwechsel und Freiheit.
- Umzüge mit Wagen und Musik: Früher teils Kriegs‑ und Ritterspiele, heute bunte Paraden mit Themenwagen, Süßigkeiten und politischen Motiven.
- Lärm und Glocken: Sollten ursprünglich Dämonen und Wintergeister vertreiben, heute einfach Teil der Party.
- Motto‑Partys und Sitzungen: Mischung aus Theater, Kabarett, Musik und politischer Satire.
Ein Beispiel: Beim Rosenmontagszug werden große Wagen mit überzeichneten Politikfiguren gezeigt, die aktuelle Themen humorvoll, manchmal bissig, kommentieren – Tradition und Gesellschaftskritik in einem.
Kurz-TL;DR:
Fasching feiern wir, weil alte Winter‑ und Frühlingsrituale, christliche
Fastenvorbereitung und moderne Lust auf Spaß, Verkleidung und Kritik an „oben“
zu einer bunten, lauten „fünften Jahreszeit“ zusammengewachsen sind.
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