warum wird fasching gefeiert

Fasching wird gefeiert, weil er ursprünglich den Winter und böse Geister vertreiben sollte und später zu einem fröhlichen Fest vor der Fastenzeit (Lent) wurde, bei dem man noch einmal so richtig genießen, ausgelassen sein und die üblichen Regeln auf den Kopf stellen darf.
Was ist Fasching überhaupt?
- Fasching (auch Karneval, Fastnacht, Fasnet) ist die „närrische Zeit“ vor der christlichen Fastenzeit.
- Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz besonders in katholischen Regionen verbreitet.
- Typisch sind bunte Kostüme, Umzüge, Musik, Tanz und viel Spaß.
Ursprüngliche Gründe: Winter vertreiben
Früher glaubten die Menschen, sie müssten die „Dämonen des Winters“ vertreiben, damit der Frühling und gute Ernten kommen.
- Man zog mit gruseligen Masken, lauten Glocken und Trommeln durch die Straßen, um Geister und Kälte zu verscheuchen.
- Diese Bräuche stammen aus heidnischen (vorchristlichen) Frühlings- und Jahresanfangsritualen.
Christliche Bedeutung: Fest vor der Fastenzeit
Mit der Ausbreitung des Christentums bekam Fasching eine neue, religiöse Bedeutung.
- Fasching/ Fastnacht ist die Zeit vor den 40 Fastentagen bis Ostern, in denen früher streng gefastet, auf Fleisch und Feiern weitgehend verzichtet wurde.
- Der Begriff „Fastnacht“ bedeutet wörtlich „Nacht vor dem Fasten“, „Karneval“ kommt wahrscheinlich von „carne vale“ – „Fleisch, leb wohl“.
- Fasching ist also die letzte Chance, noch einmal üppig zu essen, zu trinken und zu feiern, bevor die ernste, stille Fastenzeit beginnt.
Soziale Funktion: Regeln auf den Kopf stellen
Fasching war und ist auch ein Ventil, um Spannung im Alltag abzubauen.
- Früher durfte die Ordnung symbolisch aufgelöst werden: Narren bekamen „die Stadtschlüssel“, Frauen durften herrschen, Autoritäten wurden verspottet.
- In Umzügen und Büttenreden werden Politik und Gesellschaft satirisch kritisiert – man darf Dinge laut sagen, die sonst heikel wären.
- Das macht Fasching zu einer Art „Ausnahmezeit“, in der die Welt kurz auf den Kopf gestellt wird, bevor wieder Normalität einkehrt.
Fasching heute: Spaß, Gemeinschaft, Identität
Heute feiern viele Menschen Fasching aus kulturellen und sozialen Gründen – oft ohne starken religiösen Hintergrund.
- Kinder freuen sich aufs Verkleiden und auf Süßigkeiten; Schulen und Kitas machen bunte Faschingsfeste.
- Städte organisieren große Umzüge, Vereine planen Sitzungen, Bälle und Straßenfeste, was das Gemeinschaftsgefühl stärkt.
- In vielen Regionen gehört Fasching zur lokalen Identität – ähnlich wichtig wie Oktoberfest oder andere Volksfeste.
Mini-Story: Ein Tag im Fasching
Stell dir ein kleines bayerisches Städtchen im Februar vor: Schon am Morgen ziehen verkleidete Kinder als Hexen, Piraten und Superhelden zur Schule.
Am Nachmittag füllt sich die Hauptstraße: Auf den Wagen sitzen als „Narren“ verkleidete Vereinsmitglieder, die Bonbons werfen und mit lauter Musik den Winter „wegblasen“.
Abends beim „Faschingsball“ tanzen Jung und Alt, machen Witze über Bürgermeister und Regierung – alle wissen, dass es nur für diese eine Narrenzeit gilt.
Kurzantwort / TL;DR
Fasching wird gefeiert,
- weil er aus alten Bräuchen stammt, den Winter und böse Geister zu vertreiben und den Frühling zu begrüßen,
- weil er im Christentum zum ausgelassenen Fest vor der Fastenzeit geworden ist,
- und weil er bis heute eine Zeit ist, in der Menschen gemeinsam Spaß haben, sich verkleiden und die normalen Regeln humorvoll auf den Kopf stellen.
Information gathered from public forums or data available on the internet and portrayed here.