warum haben die japaner pearl harbor angegriffen

Die Japaner griffen Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 an, um die US‑Pazifikflotte auszuschalten und so ihre Eroberungen in Südostasien und im Pazifik abzusichern. Zentral ging es um Rohstoffe wie Öl , die Japan wegen amerikanischer Embargos nicht mehr bekam.
Hintergrund: Japans Lage vor 1941
- Japan war seit den 1930er Jahren auf Expansionskurs in Ostasien (u. a. Krieg in China) und brauchte dringend Rohstoffe, vor allem Öl und Stahl.
- Das Land war stark von Importen abhängig; ein großer Teil des Öls kam aus den USA.
- Mit der Besetzung Französisch‑Indochinas 1941 verschärfte Japan den Konflikt mit den westlichen Mächten.
Rolle der US‑Sanktionen und des Ölembargos
- Die USA reagierten mit harten Wirtschaftssanktionen und froren japanische Vermögenswerte ein; Japan konnte praktisch kein Öl mehr in den USA kaufen.
- Japan verlor damit rund 80–90 % seines bisherigen Ölnachschubs und stand vor der Wahl: Entweder nachgeben und die Expansion stoppen oder militärisch Zugang zu neuen Quellen erzwingen.
- In Südostasien (Britisch‑Malaya, Niederländisch‑Indien) gab es reichlich Öl, Gummi und andere wichtige Rohstoffe, aber ein Angriff dort hätte fast sicher zum Krieg mit den USA geführt.
Militärische Ziele des Angriffs
- Hauptziel war, die US‑Pazifikflotte in Pearl Harbor so stark zu schwächen, dass sie Japans Vorstoß nach Südostasien und in den Pazifik nicht stören konnte.
- Die japanische Marine hoffte auf einen „entscheidenden Schlag“ gegen vor allem die amerikanischen Schlachtschiffe, um Zeit für die eigene Expansion zu gewinnen.
- Man erhoffte sich mehrere Effekte:
- Zerstörung wichtiger Schiffe und Flugzeuge.
- Zeitgewinn, um eroberte Gebiete militärisch zu sichern.
- Abschreckung der USA, sodass sie eher zu einem Kompromissfrieden bereit wären.
Politische und ideologische Motive
- In Japan dominierten militärische und nationalistische Kreise, die an eine „Großostasiatische Wohlstandssphäre“ glaubten, also ein von Japan geführtes Imperium in Ost- und Südostasien.
- Viele Führungspersonen sahen die USA als Haupthindernis für diese Vision und als Bedrohung für Japans Status als Großmacht.
- Der Angriff wurde auch als Akt der „Selbstbehauptung“ gegen westliche Einmischung und koloniale Präsenz in Asien interpretiert.
War es ein Fehler aus heutiger Sicht?
- Strategisch war der Angriff ein kurzfristiger Erfolg (massive Schäden in Pearl Harbor), aber langfristig ein Desaster.
- Die USA ließen sich nicht einschüchtern, sondern mobilisierten ihre gewaltige Industrie und traten voll in den Krieg ein; damit war Japans Chance auf Sieg praktisch verspielt.
- Historiker betonen heute, dass Japan die wirtschaftliche und industrielle Überlegenheit der USA unterschätzt und die politische Reaktion in den USA falsch eingeschätzt hat.
Kurz zusammengefasst:
Japan griff Pearl Harbor an, um die US‑Pazifikflotte auszuschalten, den Zugang
zu Rohstoffen für seine Expansion zu sichern und die USA zu einem für Japan
günstigen Frieden zu zwingen – überschätzte dabei aber seine Chancen und
unterschätzte die Reaktion der USA.
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