Die USA stehen Venezuela aktuell vor allem wegen Migration, Drogenbekämpfung, Terrorismusvorwürfen und geopolitischen Interessen (inklusive Öl) gegenüber, während Venezuela von einem Macht- und Regimewechselprojekt spricht. Hinter den offiziellen Begründungen vermuten viele Beobachter eine Mischung aus innenpolitischer Wahlkampfstrategie in den USA und klassischer Einfluss‑ und Ressourcenpolitik in Lateinamerika.

Offizielle Gründe der USA

  • Die US‑Regierung unter Präsident Donald Trump begründet ihr Vorgehen mit „Migration, Drogen und Narco‑Terrorismus“ und stellt es als Schutz der nationalen Sicherheit dar.
  • Trump macht Maduro persönlich für Hunderttausende venezolanische Migranten an der US‑Südgrenze verantwortlich und behauptet, Venezuela lasse Kriminelle und psychisch Kranke gezielt ausreisen, was Caracas bestreitet.
  • Washington stuft Gruppen wie das „Cartel de los Soles“ und die Gang „Tren de Aragua“ als ausländische Terrororganisationen ein und wirft ihnen vor, Kokainhandel und andere Verbrechen in Richtung USA zu organisieren.

Militärische Eskalation

  • Seit 2025/26 haben die USA die militärische Präsenz in der Karibik deutlich verstärkt, inklusive eines Flugzeugträgers und zahlreicher Schiffe zur See‑Überwachung.
  • Es kam zu Angriffen auf Boote, die als Drogenschmugglerfahrzeuge eingestuft wurden, bei denen Dutzende Menschen getötet wurden, sowie zu einem Öl‑Blockade‑Regime gegen venezolanische Tanker.
  • Anfang Januar 2026 meldeten die USA eine kurze, intensive Operation, bei der Nicolás Maduro und seine Frau festgesetzt und außer Landes gebracht worden sein sollen, was viele Staaten als völkerrechtlich hoch problematisch einstufen.

Sicht Venezuelas und Kritiker

  • Maduro wirft den USA vor, den „Krieg gegen Drogen“ nur als Vorwand zu benutzen, um einen Regierungswechsel herbeizuführen und Zugriff auf die großen venezolanischen Öl ‑Reserven zu bekommen.
  • Caracas betont, man habe Kooperationsangebote zu Drogenbekämpfung und Migration gemacht und sehe die US‑Schläge als Verletzung der Souveränität und als Gefahr für Stabilität und Sicherheit des Landes.
  • Menschenrechtsorganisationen und Völkerrechtsexperten bezeichnen Teile der Tötungen und Angriffe als völkerrechtswidrig und warnen vor weiteren zivilen Opfern.

Tiefer liegende Hintergründe

  • Die Beziehungen USA–Venezuela sind seit Jahren belastet: Streit um Sozialismus vs. US‑Einfluss, frühere Sanktionen, Anerkennung von Oppositionsfiguren als legitime Staatschefs und der Kampf um Einfluss in Lateinamerika.
  • Öl spielt eine zentrale Rolle: Die USA werfen Venezuela vor, Öleinnahmen für Drogenhandel und Terror zu nutzen, während Venezuela argumentiert, Washington wolle die eigene Kontrolle über venezolanische Ressourcen ausbauen.
  • Für Trump hat der harte Kurs auch innenpolitische Funktion: Er kann sich als starker Kämpfer gegen Migration, Drogen und „linke Regime“ inszenieren – ein Narrativ, das bei einem Teil seiner Wählerschaft gut ankommt.

Aktueller Stand & Diskussionen

  • International herrscht große Sorge vor weiterer Eskalation, einige Regierungen sprechen offen von einem Bruch des Völkerrechts und fordern eine Rückkehr zu Verhandlungen.
  • Die venezolanische Opposition ist gespalten: Ein Teil begrüßt den Druck der USA, ein anderer warnt vor militärischer Einmischung und plädiert für politische Lösungen ohne ausländische Intervention.
  • In Foren und Medien wird heftig diskutiert, ob es wirklich primär um Drogen und Migration geht – oder ob „warum USA gegen Venezuela“ eher mit Machtpolitik, Ressourcen und Wahlkampflogik zu tun hat.

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