was ist eine dunkelflaute?

Eine Dunkelflaute ist eine Wetterlage, in der es gleichzeitig wenig oder keinen Wind und kaum Sonnenlicht gibt, sodass Wind- und Solaranlagen fast keinen Strom erzeugen können.
Begriff und Bedeutung
- Das Wort kommt aus dem Deutschen: „dunkel“ = dunkel, „Flaute“ = Windstille bzw. Windflaute.
- International wird der Begriff im Kontext der Energiewende verwendet, wenn über die Schwachstellen von Stromsystemen mit viel Wind- und Solarenergie gesprochen wird.
Typische Wetterlage
- Meist handelt es sich um ein stabiles Hochdruckgebiet mit sehr schwachem Wind und dichter, grauer Bewölkung (sogenannte antizyklonale Trübe).
- Solche Phasen treten in Europa vor allem im Herbst und Winter auf und können von über 24 Stunden bis hin zu mehreren Tagen dauern.
Warum ist das ein Problem?
- In einer Dunkelflaute bricht die Einspeisung aus Wind- und Solarkraft stark ein, während der Strombedarf – etwa an kalten Wintertagen – oft hoch ist.
- Stromnetze müssen dann auf andere Quellen zurückgreifen, z.B. Speicher, flexible Verbraucher, Importe oder konventionelle Kraftwerke, um Versorgungssicherheit zu garantieren.
Energiewende und Dunkelflaute
- Energieplaner nutzen den Begriff, um zu fragen: „Für wie lange müssen wir eine Dunkelflaute überbrücken können?“ – daraus leiten sich Anforderungen an Speicher- und Reservekapazitäten ab.
- Studien zeigen, dass in Mitteleuropa mehrere solche Ereignisse pro Jahr auftreten können; für ein nahezu vollständig erneuerbares System müssen diese Phasen gezielt mitgedacht werden.
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