Eine Rorate (oder Rorate-Messe) ist ein besonderer katholischer Gottesdienst im Advent, meist frühmorgens im Kerzenschein, oft zu Ehren der Gottesmutter Maria gefeiert. Der Name kommt vom lateinischen Vers „Rorate caeli desuper“ („Tauet, Himmel, von oben“) aus dem Buch Jesaja.

Was ist eine Rorate?

  • Frühmesse im Advent, meist vor Sonnenaufgang oder abends, ausschließlich oder überwiegend bei Kerzenlicht.
  • Votivmesse zu Ehren Marias, daher mancherorts auch „Engelamt“ genannt, in Anspielung auf die Verkündigung des Engels Gabriel an Maria.
  • Liturgischer Name vom Eröffnungsvers: „Rorate caeli desuper, et nubes pluant iustum“ (Jes 45,8).

Inhalt und Stimmung

  • Die dunkle Kirche und das Kerzenlicht symbolisieren das Warten der Gemeinde auf das Kommen des Lichts, also auf Jesus Christus.
  • Im Gottesdienst dominieren adventliche Gesänge, Stille, Psalmen und Gebete der Erwartung und Hoffnung.
  • Oft wird im Anschluss ein einfaches gemeinsames Frühstück oder Beisammensein angeboten, um die besondere Frühschicht-Atmosphäre abzurunden.

Herkunft und Bedeutung

  • Der Brauch reicht mehrere Jahrhunderte zurück und hängt eng mit der Adventsliturgie und der marianischen Frömmigkeit zusammen.
  • Ursprünglich wurde die Roratemesse vor allem samstags, später an mehreren Werktagen im Advent gefeiert.
  • Die Texte des „Rorate“ haben auch bedeutende Kirchenmusik und Adventslieder wie „Tauet, Himmel, den Gerechten“ inspiriert.

Kurz gesagt

Eine Rorate ist also eine stille, lichtbetonte Adventmesse im Kerzenschein, die das Warten auf Christus und die besondere Rolle Marias in den Mittelpunkt stellt. Sie gilt vielen als eine der stimmungsvollsten Formen der Adventsfrömmigkeit.

Information gathered from public forums or data available on the internet and portrayed here.