Mirin ist ein süßer Reiswein aus Japan, der vor allem zum Kochen verwendet wird und zu den Standard-Zutaten der japanischen Küche gehört.

Was ist Mirin genau?

  • Mirin ist ein Reiswein mit relativ niedrigem Alkoholgehalt (oft um die 10–14%), der aber vor allem wegen seiner Süße und seines Aromas genutzt wird.
  • Er wird aus Klebreis, Reis-Koji (einer Fermentationskultur) und Alkohol oder Reiswein hergestellt und im Laufe der Fermentation sehr süß und sirupartig.
  • In Japan gilt Mirin – zusammen mit Sojasauce – als eine der wichtigsten Grundwürzen für alltägliche Gerichte.

Geschmack und Wirkung beim Kochen

  • Mirin schmeckt mild süß, leicht alkoholisch und bringt eine feine Umami-Note mit, ohne so kräftig wie Sake zu sein.
  • Durch den hohen Zuckergehalt gibt Mirin Saucen und Glasuren Glanz, hilft beim Karamellisieren und sorgt dafür, dass Zutaten zart bleiben.
  • Er kann unangenehme Gerüche von Fisch oder Fleisch abmildern und den Gesamtgeschmack eines Gerichts „rund“ machen.

Arten von Mirin (kurz erklärt)

  • Hon Mirin („echter Mirin“): Traditionell fermentierter Mirin mit Alkohol, komplex im Geschmack, gilt als qualitativ hochwertigste Variante.
  • Mirin-Fu oder „mirinähnliches Gewürz“: Enthält oft wenig oder keinen Alkohol, wird industriell hergestellt und ist eher ein süßes Kochgewürz mit Mirin-Aroma.
  • Koch-Mirin / „sweet cooking seasoning“: Speziell zum Kochen, teilweise gesalzen, für Menschen interessant, die Alkohol im Essen reduzieren wollen.

Wofür verwendet man Mirin?

Typische Anwendungen in der Küche:

  1. Saucen und Glasuren
    • Basiszutat für Teriyaki-Sauce (zusammen mit Sojasauce und Zucker) für Fleisch, Fisch oder Tofu.
 * Glanzvolle Glasuren für gegrillten oder gebratenen Fisch, Hühnchen oder Gemüse.
  1. Marinaden und Schmorgerichte
    • In Marinaden für Fleisch und Fisch, um zartes, saftiges Ergebnis und leichte Süße zu geben.
 * In Schmorgerichten wie Sukiyaki oder Niku Jaga sorgt Mirin für Körper und eine runde Süße.
  1. Reis- und Nudelgerichte
    • In Saucen für Donburi (Reisschüsseln), Udon oder Ramen-Brühen für mehr Tiefe und Umami.
 * In Sushi-Reis-Mischungen (zusammen mit Reisessig, Zucker, Salz) für Glanz und feine Süße.
  1. Süße Anwendungen
    • In Japan teilweise auch als Ersatz für Zucker in Desserts, Karamell oder Cremes, besonders wenn der Alkohol vorher ausgekocht wird.

Wo bekommt man Mirin und was, wenn ich keinen habe?

  • Kaufen kannst du Mirin in Asia-Märkten, gut sortierten Supermärkten oder Online-Shops, oft im Regal mit Sojasauce und Reisessig.
  • Falls du keinen Mirin hast, nutzen viele Rezepte als schnellen Ersatz: eine Mischung aus etwas Reiswein oder mildem Weißwein plus Zucker; das kommt geschmacklich nahe, ersetzt aber nicht vollständig das Original.

TL;DR:
Mirin ist ein süßer, leicht alkoholischer Reiswein aus Japan, der vor allem als Würzmittel in Saucen, Marinaden und Glasuren genutzt wird und Gerichten Süße, Glanz und Umami verleiht.

Information gathered from public forums or data available on the internet and portrayed here.