was tun bei reizhusten

Reizhusten ist meist harmlos, aber extrem lästig – vor allem abends und nachts. Hausmittel, angepasste Umgebung und bei Bedarf Medikamente können den Hustenreiz deutlich lindern.
Kurz vorweg: Wann zum Arzt?
- Sofort ärztliche Hilfe, wenn Atemnot, Brustschmerzen, blutiger Husten, hohes Fieber oder starkes Krankheitsgefühl dazukommen.
- Arzttermin auch, wenn der Reizhusten länger als etwa 3–4 Wochen anhält, sich verschlimmert oder du Herz-/Lungenerkrankungen oder Asthma hast.
Schnelle Linderung zu Hause
Reizhusten ist ein trockener Husten ohne Schleim, der oft durch gereizte Schleimhäute ausgelöst wird. Ziel ist es, diese Schleimhäute zu beruhigen und den Hustenreiz zu unterbrechen.
Akut kannst du versuchen:
- Viel trinken:
- Wasser, Kräutertee (z.B. Thymian, Salbei, Malve, Eibisch, Spitzwegerich, Isländisch Moos).
* Warme, nicht zu heiße Getränke beruhigen den Hals und befeuchten die Schleimhäute.
- Honig (nur für Erwachsene und Kinder >1 Jahr):
- 1 TL Honig langsam im Mund zergehen lassen oder in warmen Tee geben, besonders abends.
* Wirkt reizlindernd und kann nächtliche Hustenattacken abschwächen.
- Gurgeln mit Salzwasser:
- 1 TL Salz in ca. 1 Liter lauwarmem Wasser auflösen, mehrmals täglich gurgeln.
* Kann Reizungen im Rachen lindern und leicht desinfizierend wirken.
- Hustenbonbons / Lutschpastillen:
- Zuckerfreie Bonbons oder spezielle Hals- und Hustenpastillen regen den Speichelfluss an und befeuchten die Schleimhäute.
Inhalieren & Raumklima anpassen
Trockene Luft verschlimmert Reizhusten, feuchte Luft beruhigt die Atemwege. Darum lohnt sich ein Blick auf dein Umfeld – besonders im Winter mit Heizungsluft.
Praktische Maßnahmen:
- Inhalation mit Wasserdampf:
- Schüssel mit heißem Wasser, Kopf mit Handtuch abdecken, ca. 10–15 Minuten durch Mund und Nase einatmen.
* Optional mit Kamille, Thymian, Salbei oder Kochsalzlösung – das befeuchtet und kann Schleim lösen, falls doch etwas da ist.
- Luftfeuchtigkeit erhöhen:
- Schale mit Wasser auf die Heizung stellen oder feuchte Tücher im Zimmer aufhängen.
* Regelmäßig stoßlüften für frische, nicht zu kalte Luft.
- Nachts besser liegen:
- Mit leicht erhöhtem Oberkörper schlafen, um Hustenattacken in Rückenlage zu vermeiden.
Medikamente: Was sinnvoll sein kann
Wenn Hausmittel nicht reichen oder der Husten dich am Schlafen hindert, können Medikamente helfen – idealerweise nach Rücksprache mit Arzt/Apotheke.
Mögliche Optionen:
- Hustenstiller (Antitussiva) bei trockenem Reizhusten:
- Werden vor allem abends oder nachts eingesetzt, um den Hustenreiz zu dämpfen und Schlaf zu ermöglichen.
* Nur bei trockenem Husten verwenden, nicht bei produktivem Husten mit Schleim.
- Pflanzliche Präparate:
- Sirup / Tropfen mit Schleimstoffpflanzen wie Eibisch, Malve, Spitzwegerich oder Isländisch Moos legen einen schützenden Film über die Schleimhäute.
* Thymianpräparate unterstützen zusätzlich die Atemwege.
- Wichtig:
- Nie eigenmächtig mehrere Hustenmittel kombinieren, besonders nicht Hustenstiller und schleimlösende Mittel gleichzeitig.
Was du besser vermeiden solltest
Manche Gewohnheiten können Reizhusten verstärken oder unnötig in die Länge ziehen.
- Rauchen und Passivrauchen, weil es die Atemwege weiter reizt.
- Sehr trockene, überheizte Räume ohne Lüften.
- Stark gewürzte, sehr heiße oder extrem kalte Getränke und Speisen, wenn du merkst, dass sie Husten auslösen.
- Körperliche Überanstrengung bei starkem Unwohlsein – besser ausreichend Ruhe und Schlaf einplanen.
Kurz-Tipp bei akutem Hustenreiz:
Ein Glas warmes Wasser oder Tee, langsam trinken, dazu ein Lutschbonbon oder ein Löffel Honig kann den Hustenreiz oft in wenigen Minuten abmildern.
TL;DR:
Bei Reizhusten helfen viel trinken, inhalieren, Luft befeuchten, Honig (ab 1
Jahr), Lutschpastillen und ruhiger Schlaf mit erhöhtem Oberkörper. Hält der
Husten länger an, wird stärker oder kommt Atemnot/Fieber dazu, sollte
unbedingt ein Arzt draufschauen.
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