Fasching gibt es, weil sich darin alte Winter- und Frühlingsrituale mit christlicher Fastenzeit und dem Bedürfnis nach Ausgelassenheit vor einer ernsten Phase mischen.

Kurzantwort

  • Ursprünglich sollte Fasching mit Lärm, Masken und gruseligen Kostümen die Geister des Winters vertreiben und den Frühling begrüßen.
  • Später wurde er zum fröhlichen Fest direkt vor der Fastenzeit (Lent), um vor 40 Tagen Verzicht noch einmal richtig zu essen, zu feiern und „aus der Rolle zu fallen“.
  • Heute steht Fasching für Gemeinschaft, Spaß, Verkleiden und das kurzzeitige Umkehren von Regeln – eine Art „Ausnahmezustand auf Zeit“.

Woher kommt Fasching?

Historisch lassen sich zwei große Wurzeln erkennen:

  1. Heidnische Wintervertreibung
    • In alten Zeiten wollten Menschen den Winter „vertreiben“ und den Neubeginn der Natur feiern.
 * Man zog mit Masken, Schellen, Trommeln und lauten Umzügen durch die Straßen, oft als Dämonen, Hexen oder andere Schreckgestalten verkleidet, um böse Geister zu erschrecken.
  1. Christliche Fastnacht / Karneval
    • Mit dem Christentum wurde daraus die Zeit vor der Fastenzeit: „Fastnacht“ heißt wörtlich „Nacht vor dem Fasten“.
 * „Karneval“ geht auf „carne vale“ („Fleisch, lebe wohl“) zurück – also die Phase, bevor man auf Fleisch und Feiern verzichtet.

Ein einfaches Bild: Früher sollte Fasching den Winter vertreiben, später kam der Gedanke dazu: „Bevor wir 40 Tage lang verzichten, feiern wir noch einmal richtig.“

Warum gibt es Fasching heute noch?

Heute feiern viele Menschen Fasching aus eher weltlichen Gründen:

  • Spaß & Ausbruch aus dem Alltag
    • Man darf sich verkleiden, anders sein, Rollen tauschen – vom Piraten über Superheld bis Tier ist alles möglich.
* Regeln werden symbolisch auf den Kopf gestellt: „Rathaus-Schlüssel an die Narren“, Satire über Politiker, freche Büttenreden.
  • Gemeinschaft & Tradition
    • Städte wie Köln, Mainz oder viele Orte in Bayern und Österreich sind für ihre Umzüge und Sitzungen berühmt.
* Vereine planen das ganze Jahr über Wagen, Kostüme und Programme – Fasching ist Teil regionaler Identität.
  • „Fünfte Jahreszeit“
    • In vielen Regionen gilt Fasching als eigene kleine Jahreszeit mit eigenem Kalender, Ritualen und festen Narrenregeln.

Kinder- und Alltags-Perspektive

Gerade für Kinder (und viele Erwachsene) fühlt sich Fasching heute so an:

  • Eine Zeit, in der man sein kann, wer man will – Prinzessin, Pirat, Superheld oder Fantasiefigur.
  • Bunte Umzüge mit Musik, Süßigkeiten („Kamelle“), Konfetti und Spielen im Kindergarten oder in der Schule.
  • Eine fröhliche Phase mitten im oft grauen Winter, die Abwechslung bringt und einfach gut gelaunt macht.

Verschiedene Bedeutungen auf einen Blick

Sichtweise| Kernidee
---|---
Historisch-heidnisch| Winter- und Dämonenvertreibung, Frühling und Fruchtbarkeit willkommen heißen.1379
Christlich| Letzte große Feier vor der Fastenzeit, Abschied von Fleisch und Überfluss.357
Gesellschaftlich| Ausnahmezustand, Satire, Narrenherrschaft, Rollenverkehrung.79
Modern / Alltag| Spaß, Kostüme, Partys, Gemeinschaft und bunte Umzüge.58910

Kurz gesagt: Fasching gibt es, weil Menschen seit Jahrhunderten eine fröhliche, bunte Zeit brauchen – zwischen Winterende, religiösen Traditionen und dem Wunsch, auch mal ausgelassen „aus der Reihe zu tanzen“.

TL;DR: „Warum gibt es Fasching?“ – Um den Winter zu vertreiben, den Frühling zu begrüßen, vor der Fastenzeit noch einmal richtig zu feiern und heute vor allem: gemeinsam Spaß zu haben.

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