warum kein fleisch an aschermittwoch
Viele Christ:innen – vor allem Katholik:innen – essen an Aschermittwoch kein Fleisch, weil der Tag der Beginn der Fastenzeit und ein Bußtag ist, an dem Verzicht ein Zeichen von Umkehr und Erinnerung an Jesu Leiden sein soll.
Kurz erklärt: Warum kein Fleisch an Aschermittwoch?
- Aschermittwoch ist der Start der 40‑tägigen Fastenzeit vor Ostern, die an Jesu 40 Tage in der Wüste erinnert.
- In der katholischen Kirche ist er ein Tag der Buße : Gläubige sollen fasten und auf „Fleischspeisen“ (Fleisch von Landtieren und Geflügel) verzichten.
- Der Verzicht auf Fleisch gilt als kleine, körperlich spürbare Form von Opfer und Selbstdisziplin – als Antwort auf das Opfer Jesu am Kreuz.
Religiöser Hintergrund
1. Aschermittwoch als Bußtag
- Aschermittwoch markiert liturgisch den Ernstfall nach der ausgelassenen Karnevalszeit: Statt Feiern stehen Besinnung, Umkehr und Neuanfang im Vordergrund.
- Das Aschekreuz („Bedenke, Mensch, dass du Staub bist…“) erinnert an Vergänglichkeit und daran, das Leben neu auszurichten.
2. Fleischverzicht als „kleines Opfer“
- In der katholischen Tradition sind Aschermittwoch und Karfreitag Tage des Fastens (weniger essen) und der Abstinenz (kein Fleisch).
- Fleisch, besonders früher als Festessen und „Luxus“, steht symbolisch für Genuss; Verzicht darauf soll bewusst machen, dass der Glaube wichtiger ist als Essen und Feiern.
- Manche Theolog:innen deuten Fleisch auch als Symbol für das „Fleisch“, das Jesus am Kreuz hingegeben hat; deshalb wird an bestimmten Tagen auf Fleisch verzichtet, um dieses Opfer zu ehren.
Was ist erlaubt – und was nicht?
1. Kein Fleisch von Landtieren
- „Fleisch“ meint in dieser Regel das Fleisch von Säugetieren und Vögeln: Rind, Schwein, Lamm, Huhn, Pute usw.
- Wurst zählt in der Regel dazu, weil sie aus Fleisch hergestellt ist.
2. Fisch und andere Speisen
- Erlaubt sind u. a.:
- Fisch
- Gemüse, Getreide, Kartoffeln
- Milchprodukte und Eier (Milch, Käse, Butter, Eier)
- Traditionell isst man daher an Aschermittwoch oft Fischgerichte oder einfache vegetarische Speisen.
Wer hält sich daran – und wie streng?
1. Katholik:innen
- Die katholische Kirche verpflichtet grundsätzlich Gläubige ab etwa 14 Jahren zur Fleischabstinenz an Aschermittwoch und Karfreitag; für das Fasten (weniger essen) meist von 18 bis 59 Jahren.
- In der Praxis gehen viele damit recht entspannt um; in Foren schreiben Leute, dass sie sich entweder daran halten oder sagen „ist nur eine katholische Regel, ich esse wie immer“.
2. Andere Konfessionen
- Viele evangelische Christ:innen kennen zwar die Fastenzeit, haben aber kein fest vorgeschriebenes Fleischverbot an Aschermittwoch.
- Oft wählen sie andere Formen des Verzichts, z. B. sieben Wochen ohne Alkohol, Social Media oder süße Snacks.
Heutige Deutungen und „moderne“ Gründe
Neben der klassischen religiösen Begründung gibt es heute zusätzliche Sichtweisen:
- Spiritualität : Verzicht als Chance, innezuhalten und bewusst zu leben – weniger Konsum, mehr Achtsamkeit.
- Ethik & Umwelt: Medien und Kirchenbeiträge verknüpfen den Fleischverzicht zur Fastenzeit zunehmend mit Klima‑, Tier‑ und Gesundheitsthemen.
- Identität & Tradition: Für manche ist Aschermittwoch ohne Fleisch einfach Teil der familiären oder regionalen Kultur – selbst wenn sie sonst kaum religiös leben.
Ein typischer „Alltagssatz“ wäre etwa:
„Eigentlich bin ich nicht super religiös, aber an Aschermittwoch gibt’s halt Fisch – so war das bei uns immer.“
Mini-Überblick: Gründe in Kürze
- Beginn der Fastenzeit: Erinnerung an Jesu 40 Tage in der Wüste.
- Bußtag: Zeichen von Umkehr, Besinnung und Neuanfang.
- Opfergedanke: Kleiner Verzicht als Antwort auf Jesu Opfer am Kreuz.
- Tradition: Alte kirchliche Praxis, die sich kulturell gehalten hat.
- Moderne Motive: Klima, Tierwohl, Gesundheit, bewusster Lebensstil.
TL;DR: Man isst an Aschermittwoch in der katholischen Tradition kein Fleisch, weil der Tag als Buß‑ und Fastentag den Start der Fastenzeit markiert und der Fleischverzicht ein sichtbares Zeichen für Verzicht, Umkehr und Erinnerung an Jesu Leiden ist; Fisch und einfache Speisen sind erlaubt, andere Konfessionen handhaben das flexibler.
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